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Großvenediger

Tag 1, Freitag 6.8.2021

 

Wir trafen uns um 8:30 bei der Pfarrkirche in Thalheim und fuhren mit dem Naturfreundebus nach Neukirchen am Großvenediger. In Salzburg stieg Gerhard zu und in Taxenbach legten wir wie immer eine Pause im Café Unterkofler ein.

 

Nachdem wir uns am Parkplatz am Hopffeldboden in die allerletzte Parklücke gezwängt hatten, stiegen wir in das schon wartende Hüttentaxi um, das uns die 10km bis zur Materialseilbahn der Kürsingerhütte brachte. (Preise: 14.- Taxi, 4.- Seilbahn, 2,50 Hopfengetränk)

 

Nun ging es 600 Höhenmeter über den neuen, aber sehr steilen Weg hinauf zur Kürsingerhütte. Der alte wurde wegen Steinschlaggefahr aufgelassen.

Nach dem Einchecken in der Rezeption genossen wir bei herrlichem Sonnenschein Kaffee und Kuchen auf der Hüttenterrasse, auch die morgige Tour wurde mit Karte und etwas Knotenkunde besprochen.

Die Hütte selbst war mit 120 Personen zu ¾ belegt, wir kamen im urigen, aber gemütlichen Matratzenlager am Dachboden unter.

 

Tag 2, Samstag

 

Um 4 Uhr nachts läuteten uns die Wecker aus den Federn, im Frühstücksraum wartete schon ein reichliches Frühstück auf uns, mit heißem Kaffee, Marschtee und allem, was das Herz begehrte.

Bis ein jeder seine Siebensachen beinand hatte verging dann doch noch ein wenig Zeit, aber um 5:30 starteten wir in Richtung Obersulzbachkees, welches wir eine Stunde später erreichten. Die Steigeisen waren schnell angelegt, und auch die Gletscherbrillen mussten wir aufsetzen, denn der Himmel war bereits feuerrot und die Morgensonne blinzelte über dem Sulzbachtörl hervor.

 

Über den großteils mit Schnee bedeckten Gletscher ging es immer steiler werdend hinauf zur Venedigerscharte auf 3413m. Zahlreiche Gletscherspalten mussten wir umgehen oder auf Schneebrücken überqueren. Diese natürlichen Brücken werden im Laufe des Tages immer weicher, was Gerhard am eigenen Leib erfahren durfte.

 

Die Luft wurde immer dünner, noch immer lagen 200 sehr anstrengende Höhenmeter bis zum Gipfel vor uns. Außerdem legte sich dicker Nebel über das Kees, der uns jegliche Sicht nahm. Nur orkanartige Böen rissen zeitweise Löcher in die Wolkendecke, endlich war der schmale Gipfelgrat erreicht.

 

Um 11:00 erreichten wir den Gipfel des Großvenedigers auf 3.666m. Unser Wettergott war gnädig und lichtete die Wolken für ein paar Minuten! Nach den obligatorischen Gipfelfotos machten wir uns auf den Rückweg, der Wind legte aber immer mehr zu. Für eine ausgiebige Pause hatte dann auch keiner mehr Lust! Wir waren daher rasch wieder am Anseilplatz, insgesamt waren wir 7 Stunden am Gletscher unterwegs.

Leider war keine Zeit mehr für ein Getränk auf der Kürsingerhütte, das Hüttentaxi wartete um 16:30 unten auf uns. Oder auch nicht, wie sich unten herausstellte – also nahmen wir ein Getränk aus der Take-Away-Box neben der Talstation.

Nach einem ausgiebigen Abendessen im Gasthaus Siggen waren wir um 22:30 wieder in Wels. Zwei anstrengende, aber sehr erlebnisreiche Tage liegen hinter uns!

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Großvenediger 3.666m
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